Kaminbrand

Verhalten bei einem Kaminbrand:

  • Verständigen Sie sofort die Feuerwehr über die Notrufnummer (auch über das Handy ohne Vorwahl möglich).

  • Verständigen Sie wenn möglich Ihren zuständigen Kaminfegermeister.

  • Schließen Sie alle Öffnungen bei welchem zusätzliche Verbrennungsluft in den Rauchfang eintreten kann.

  • Kontrollieren Sie insbesondere alle Räume durch welche der brennende Rauchfang verläuft auf Qualm und übermäßige Hitze.

  • Kontrollieren Sie im Dachboden die vorhandenen Kehröffnungen und vergewissern Sie sich, dass sie gut verschlossen und keine brennbaren Gegenstände im Umkreis von 1m gelagert sind.

  • Bis zum Eintreffen der Feuerwehr oder des Kaminfegermeisters können Sie im Dachboden Feuerlöscher bereitstellen.

  • Achtung: Schütten Sie niemals Wasser in den brennenden Rauchfang.

  • Stellen Sie sicher, dass in Nachbargebäuden oder den Umgebungsflächen des Gebäudes auf Grund von Funkenflug keine Glutnester bzw. Folgebrände entstehen können.

  • Begehen Sie auch noch nach dem Ende des Kaminbrandes stündlich alle Räume um eventuell starke Rauchentwicklungen bzw. erhöhte Oberflächentemperaturen (durch Abtasten der Kaminwände) festzustellen.

  • Stellen Sie sicher, dass vor Wiederinbetriebnahme Ihrer Feuerstätte der Rauchfang von Ihrem zuständigen Kaminfegermeister ordnungsgemäß gereinigt wurde.

  • Allgemein können Sie davon ausgehen, dass Ihr Rauchfang bzw. Ihr Gebäude, wenn beide ordnungsgemäß errichtet wurden, die Beanspruchungen, welche durch einen Kaminbrand entstehen ohne Schaden überstehen.

  • Leicht brennbare und großflächig anliegende brennbare Bauteile müssen vom Kaminmauerwerk mindestens einen Abstand von 5 Zentimeter haben.

 

Wie entsteht ein unkontrollierter Kaminbrand im Schornstein?

Das Verbrennen langflammiger Brennstoffe oder das Verbrennen von Nadelhölzern, da bei ihnen häufig Funken mit einer höheren Abgastemperatur über die Züge der Feuerstätte in das Ofenrohr und in den Schornstein gelangen. Diese können dann die Rußschicht im Ofenrohr sowie im Schornstein entzünden.
Die festen Ruß- und Teerbeläge im Ofenrohr und Schornstein brennen besser als der einge- setzte Brennstoff, weil sie keine Feuchtigkeit und sonstige nichtbrennbare Bestandteile ent- halten.
Bei teerischen Verbrennungsrückständen ist davon auszugehen das durch hohe Holzfeuch- tigkeit (> 18 %), zu große Holzscheite, mangelnder Luftüberschuss es zu einem unvollkom- menen Abbrand kommt. Dadurch entsteht eine Verminderung der Verbrennungstemperatur und somit zu hohen Kohlenmonoxid - Emissionen und der Bildung von Kohlenwasserstoffen. Deshalb ist darauf zu achten das der Wassergehalt des Brennstoffes unter 18% liegt. Da der Brennstoff Holz zum größten Teil aus Kohlenstoff und Sauerstoff besteht würde bei einer vollkommenen Verbrennung also nur CO2 (Kohlendioxid) und H2O (Wasser) entstehen.

Nieder-Ofleiden